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| 06. Juni 2008 |

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Allgemeines Aufwärmen
adfus-Fussball-Knigge
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| Na, wie steht es denn um deine Euphorie? Wachsen dir bereits Fähnchen aus dem Nagelbett? Hämmert dein Herz beim Betrachten jeder Rasenfläche im Risikobereich? Oder brodelt da noch gar nichts, und du fragst dich, ob dein Durchlauferhitzer überhaupt noch funktioniert? |

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Ruhig Blut, meine rigorose Offside-Regel, wem vor lauter Vorfreude noch kein Herpes im Immunsystem herumhüpft, der wird zu guter Letzt meist doch noch von der doppelten Saugkraft des Zyklonensystems angezogen. Mit Grossanlässen verhält es sich ja oft wie mit dem eigenen Geburtstag. Zuerst hält man den Ball flach, dümpelt im totalen Desinteresse, und um fünf vor zwölf steigen die Erwartungshaltungen dann trotzdem ins Unermessliche. Denn die Enttäuschung ... halt! Diese Konfrontation verdrängen wir an dieser Stelle gekonnt, klauben den Spruch mit der Hoffnung hervor und werfen den Glückshormon-Generator an! Jawohl! Alles wird gut ... |

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adfus.com wünscht einen furiosen Anpfiff und serviert zum Auftakt den ersten Teil unserer ornithologischen Verhaltensregeln abseits vom Spielfeld.
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adfus-Fussball-Knigge Folge 1: Du sollst die EM-Bar deines Vertrauens nicht verraten!
Alle Spiele wieder: Du hast den Schatz gefunden, das Gold gehoben, dir deinen Platz vor einem Schirm gesichert und bist im Einklang mit der Welt. Am ersten Abend ist alles noch ganz intim, na ja, jedenfalls hat dein Hinterteil eine Sitzgelegenheit, du kannst mit Argusaugen den Ball erspähen, und für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt. Dann triffst du den Hans, die Claudia, egal, irgendwen, der noch auf der Suche ist und ... zack, es rutscht dir raus. Tja, selber schuld, mein geschwätziger Spatz. Diese Lokalität ist hin, denn am nächsten Tag thront irgendwer aus Claudias Entourage auf deinem Platz, und der Freund vom Hans hat soeben den letzten Cervelat verputzt. Deshalb: Man geniesst, schweigt und sitzt – oder schwatzt, steht und ärgert sich.
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Folge 5: «Scuderia infernale», 150 km/h und 100'000 Rubel später Donnerstag, 5. Juni 2008, von Brest nach Minsk
Auf dem Beifahrersitz breiten sich erste Ermüdungserscheinungen aus, doch das komfortable Romantikhotel in Brest vermag das Zwischentief wieder auszubügeln. Mit frischem Duft im Blick wird weissrussisch aufgetankt, das Gaspedal durchgedrückt, und es werden Spitzengeschwindigkeiten von 260 km/h zelebriert. Bis es blitzt. Man lernt: Mit 150 km/h durch eine 100er-Zone zu brausen, schlägt mit 200 US-Dollar zu Buche. Da diese aber vom Fahrerlager nicht mehr aufzubringen sind, wird nach längerer Diskussionsphase auch für 100'000 Rubel (ca. 50 USD) der Weg wieder frei. Jungs, nicht ganz so schnell, der Anhang zittert zu Hause mit. Langsaaaaaaaam ... Wir bleiben dran.
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